das sind wir

Andi, Karin, Erik und Katharina

Im Sommer 2018 lernten sich Andi und Erik in Italien kennen. Andi stand kurz vor einer einjährigen Auszeit. Jahrelang hatte er durch seine Arbeit mit Krankheit, Leid und negativen Situationen zu tun und wollte einfach mal was ändern in seinem Leben! Erik hatte seine zwei Jahre unbezahlten Urlaub gerade beendet und wollte sich nicht wieder in das klassische Hamsterrad begeben und einfach etwas grundsätzlich in seinem Alltag ändern.

Für beide spielte das Segeln seit frühester Kindheit eine große Rolle in ihrem Leben.

Somit war der erste Grundstein für einen weiteren gemeinsamen Weg gesetzt. Sie gründeten einen Verein. Dieser soll vor allem Menschen ansprechen, die nicht unbedingt über große finanzielle Mittel verfügen. Kinder, die aus sozial schwachen Familien kommen. Aber auch Menschen, die einfach mal aus dem Alltag ausbrechen und ihrem Leben eine neue Richtung geben möchten. Genauso gerne gesehen sind aber auch Gleichgesinnte, die mithilfe ihres Könnens, ihrer Erfahrung oder auch ihrer Ideen diesen Verein bereichern wollen!

andi

48 Jahre, Papa von 2 Töchtern

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich vieles gesehen. Ich sah ( Menschen) Kinder, Jugendliche und Erwachsene jedes Alters mit schweren teils seltenen Krankheiten. Vieles hat mich persönlich sehr berührt besonders wenn es um Kinder ging. Oft will man helfen, unterstützen mehr tun aber  es ging meist nicht.

Während meiner Südatlantik- „Längsquerung“ hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, die Zukunft soll eine andere sein! Eine die mit mehr Sinn gefüllt ist, eine die Freude am Dasein spürt, die im Hier und Jetzt stattfindet, eine wo ich die Schönheit der Natur teilen kann!

So kam die Idee einen Verein zu gründen, der dies für Menschen ermöglicht denen es nicht so gut geht! Ich möchte Ihnen die Kraft der Natur zeigen, Ihnen zeigen das Sie ein Teil davon sind, Sie fühlen lassen wie es ist den Wind, der das Schiff bewegt, selbst auf der Haut zu spüren.

Ich möchte Ihnen die Lebensfreude zurückgeben, Ihnen zeigen was ich während meiner Segelreise gefunden habe, die Verbundenheit zur Natur, die Ruhe in mir selbst und die Stärke etwas zu ändern.

karin

44 Jahre, Mama von 2 Töchtern

Viel zu oft machen wir uns das Leben schwer mit den kleinen Dramen des normalen Lebens:  Der Ärger mit dem kaputten Auto oder dem Fernseher. Der fehlende Ehrgeiz der Teenager Tochter oder der Ärger mit dem Hund der keine Jogger mag. Wie klein erscheinen diese „Probleme“, wenn mein Mann mir von Kindern erzählte, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung Ihr Leben in Abhängigkeit von Beatmungsgeräten und Überwachungsmonitoren verbringen oder Menschen, die mit 30 Jahren von Ihrer Krebsdiagnose erfahren und sich plötzlich in einem Albtraum befinden und hoffen jeden Moment aufzuwachen.  Dann bin ich unendlich dankbar für mein Leben, meine gesunden Kinder und dass ich mich nur mit solchen Kleinigkeiten herumschlagen darf.

Wie viele Menschen in meinem Alter habe ich den Wunsch etwas sinnvolles in meinem Leben zu tun. Meine tägliche Arbeit im Büro ist doch mehr Mittel zum Zweck.  Helfen möchte ich. Die Welt ein bisschen schöner machen. Aber wie? Das war lange die Frage, die mich beschäftigte.

Mein Mann war letztes Jahr auf einer ähnlichen Reise zu sich selbst, als er seine Bildungskarenz genutzt hatte um mit einem Freund über den Atlantik zu segeln. An einen oder auch mehreren Nächten allein unter dem Sternenhimmel des Südatlantiks kam ihm die Idee, dass das was ihm so viel Frieden bringt auch anderen Menschen Kraft geben könnte.  Nach seiner Rückkehr musste er mich nicht lange überzeugen und für mich war klar, dass das der Weg ist den ich gesucht habe.

erik

43 Jahre

Dankbarkeit ist das Geschenk, das ich mir selbst gemacht habe, als ich endlich erkannte, was für ein gutes Leben ich führe.

Wie oft habe ich nach einem besseren Leben gestrebt, mit mehr Wohlstand, mehr Platz, mehr und mehr, ohne zu erkennen, wie gut es mir doch geht!

Ich habe alles, was ich brauche, Gesundheit, eine glückliche Beziehung, gute Freunde, Wertschätzung, die Sonne, die mich wärmt und vor allem…Zeit für mich.

Meine Dankbarkeit gibt mir mehr Möglichkeiten, um glücklich zu sein und das Leben zu genießen.

Ich will meine Dankbarkeit offen zeigen. Mit unserem Verein möchte ich dies in die Tat umsetzen.

Wenn auch du Teil unserer Gemeinschaft sein möchtest, dann hilf mir, wenn du kannst, anderen zu helfen!

katharina

42 Jahre

Wir leben in einer Welt voller Mauern in unseren Köpfen. Jeden Tag stehen die meisten von uns vor einer, die unüberwindbar erscheint. Sei es, weil man vom Arzt eine schlimme Krankheit diagnostiziert bekommen hat, es Probleme in der Familie oder Partnerschaft gibt, der Arbeitgeber einem nicht genug Wertschätzung entgegenbringt oder aber, man möchte über die vermeintliche Mauer auf die andere Seite gelangen, weil man denkt, das Gras sei grüner.

Wir müssen erkennen oder lernen, wie das wirkliche Leben funktioniert. Wer wir wirklich sind und was in uns steckt. Einfach anfangen, empathisch sein, unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten zu nutzen.

Ich möchte die Welt mit meinen kleinen Mitteln ein kleines Stück verbessern.

Das tue ich in erster Linie für meine Liebsten, natürlich auch für mich, aber vor allem als Andenken an meine geliebte Mutter, die leider, nach schwerer Krebserkrankung, viel zu früh von uns gehen musste. Meine Mutter, die mir und meinen Schwestern eine unbeschwerte und glückliche Kindheit bereitet hat. Die uns all ihre Liebe und Aufmerksamkeit schenkte, es das Größte für sie war, für uns Kinder da zu sein und keine Gegenleistung zu erwarten. Einfach da zu sein, so lange sie bei uns  bleiben durfte.

Meine Mutter war auch sozial sehr engagiert und hat sich schon immer für die Schwächsten der Gesellschaft eingesetzt. Gerechtigkeit stand bei ihr an höchster Stelle und danach lebte sie auch.

Sie war und ist immer noch ein großes Vorbild für mich! Deshalb will ich für sie weitermachen.

Der Verein SEAngels zeigt mir eine Möglichkeit, für andere da zu sein. Etwas ins Positive zu verändern.

Auch wenn die Probleme und Gegebenheiten manchmal auf dieser Seite der Mauer schwer händelbar zu sein scheinen, lohnt es sich immer, auf dieser Seite zu kämpfen. Auf dieser Seite das Leben zu würdigen.